Spiralgeflecht
24. Juli 2025Trocknerband
28. Juli 2025Streckmetall
Streckmetall (auch Expandiertes Metall) ist ein Metallgitter, das entsteht, indem man Schlitze in ein Blech stanzt und dieses anschließend auseinanderzieht (streckt). Das Blech wird dadurch in eine netzartige Struktur umgeformt, ohne Materialverlust – die Schlitzungen öffnen sich zu rautenförmigen Maschen. Streckmetall ist kein Gewebe, hat aber funktionale Überschneidungen als Lüftungsgitter, Fassadenelement oder Sieb.
Charakteristika:
- Materialkontinuität: Streckmetall ist aus einem Stück. Es gibt keine Schweißpunkte oder Webknoten, was ihm eine hohe Festigkeit und Stabilität verleiht.
- Steifigkeit: Anders als Drahtgewebe ist Streckmetall relativ starr, vor allem wenn es aus dickeren Blechen hergestellt ist. Dünnes Streckmetall kann aber auch gerollt und gebogen werden.
- Maschenform: Meist Rauten (Standard 45° versetzte Anordnung), aber auch Schuppen- oder hexagonale Formen möglich. Die Kanten sind an den Streckstellen meist etwas versetzt in Ebenen (das Gitter ist dreidimensional leicht gewellt).
- Offener Querschnitt: Je nach Design typischerweise 40–80%. Durch die länglichen Öffnungen kann es mehr offen wirken als vergleichbare quadratische Gitter.
Anwendungen:
- Fassaden und Architektur: Streckmetall-Paneele sind beliebt, weil sie robust und vandalismusfest sind und eine interessante Optik bieten. Man sieht sie bei Parkhäusern, Industriegebäuden, aber auch inszeniert an Museen oder Schulen. Sie können z.B. als zweite Haut fungieren, ähnlich Metallgewebe, aber mit robusterem Charakter.
- Tritt- und Laufgitter: Viele Gitterroste sind eigentlich aus Flachstahl verschweißt, aber für bestimmte Anwendungen (leichtere Last) nutzt man Streckmetall als Bühnenbelag oder Laufsteg (raue Oberfläche, rutschhemmend).
- Schutzabdeckungen: Maschinenschutz, Lampenkörbe, Lüftungsgitter – Streckmetall bietet gute Schutzwirkung, ist aber einfacher auf Maß zu schneiden und zu kanten als gewebtes Gitter.
- Siebe: Für grobe Siebung (z.B. Schutzsiebe über Rinnen, Trichter) kann Streckmetall verwendet werden. Feinere Klassierung eher nicht, da Maschen nicht superklein und uniform herstellbar wie Gewebe.
In der Welt von GKD dient Streckmetall oft als Alternative: Wenn ein Kunde z.B. eine Fassadenverkleidung will, könnte er abwägen zwischen Streckmetall und Metallgewebe. Streckmetall ist robuster und hat einen industrielleren Look; Metallgewebe ist eleganter und transparenter. Die Entscheidung hängt von gestalterischen und technischen Prioritäten ab.
Streckmetall hat meist eine günstigere Herstellung bei groben Strukturen, weil Stanzen und Strecken im kontinuierlichen Prozess gehen. Für feine Strukturen hingegen wird es unwirtschaftlich.
Streckmetall oder Gewebe? GKD bietet die passende Lösung für Ihre Anwendung
Sie suchen nach robusten Metallgittern für Architektur oder Industrie? Entdecken Sie unsere technischen Gewebe als Alternative zu Streckmetall – für mehr Transparenz, Flexibilität und Designfreiheit.