CAPTURION 
Die Innovation – Der Mikroplastikfilter für Reifenabrieb

Hält bis zu 97% der festen Partikel im Straßenablauf zurück.

Die Lösung, um Mikroplastik aus Straßenabläufen wirksam zurückzuhalten

Nachrüstbares Filtersystem für kommunale Straßenentwässerung. Ohne Umbau. Ohne neue Wartungsroutinen.

Reifenabrieb gelangt über Straßenabläufe direkt in unsere Gewässer. Hier braucht es Lösungen, die die Kommunen und Wasserbehörden unterstützen und die gleichzeitig einfach in die bestehende Infrastruktur integriert werden können. Das Filtersystem CAPTURION setzt genau dort an, wo der Eintrag entsteht: Im Straßenverkehr.

CAPTURION ist unser innovatives und analog zu dem Zulassungsverfahren des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBT) untersuchtes und bewertetes Filtersystem für maximale Rückhaltequoten bei Reifenabrieb und Feststoffen generell. Nach Arbeitsblatt DWA-A 102-2 ist das Filtersystem für die Belastungskategorien I,II und III anwendbar.
CAPTURION ist in fast allen Straßenabläufen mit Nassschlammfang nach DIN 4052 einfach nachrüstbar. Und das Beste: Der Wartungsaufwand pro Wartung bleibt der Gleiche.

CAPTURION – Das Funktionsprinzip

CAPTURION ersetzt einfach den herkömmlichen Laubfangkorb im Straßenablauf. Das System nutzt ein präzisionsgewebtes Edelstahlfilterelement.

Regenwasser fließt kontrolliert durch den Filter. Feststoffe und Mikroplastik werden als schwimmende, schwebende und sedimentierte Partikel zurückgehalten. Das gereinigte Wasser wird wie gewohnt abgeleitet.

Überzeugende Vorteile

  • Nachrüstung im Bestand ohne bauliche Anpassung bei vorhandenem Nassschlammfang
  • Kein Eingriff in Rohrleitungen oder Schächte
  • Integration in bestehende Reinigungs– und Wartungsprozesse
  • Maßnahme wirkt direkt am Eintragsort statt nachgelagert

Erfüllt Anforderungen des Arbeitsblatts DWA-A 102-2 und NRW Trennerlass

Mehr als doppelt so hohe Rückhaltequoten nachgewiesen

Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir den CAPTURION ausführlich auf dem Teststand und in der Praxis getestet. Die Ergebnisse sind eindeutig:

  • Eignung für die Belastungskategorien, I, II, und III nach DWA-A 102-2 laut Gutachten am Teststand bestätigt
  • 129 % mehr abfiltrierbare Stoffe im Realbetrieb in Kopenhagen gemessen
  • 127 % mehr Reifenabrieb (SBR-Marker für 6–250 µm) im Realbetrieb in Kopenhagen gemessen

Eine überzeugende Filterleistung!

  • Rückhalt von bis zu 97% aller fester Partikel (Straßenkehricht)
  • Verbessert den Gewässerschutz bei Straßen und Verkehrsflächen
  • Hohe Schmutzaufnahmekapazität für kommunale Hotspots
  • Wartung im Rahmen des Standardwartungsrhythmus für Straßengullys (je nach Schmutzfracht) möglich
  • Robuste Filterkonstruktion für den dauerhaften Einsatz im Straßenraum

Entwickelt und produziert in Deutschland.
Auf unübertroffenem Qualitätsstandard seit 1925.

CAPTURION – Das Ergebnis jahrelanger Zusammenarbeit aus Wirtschaft und Forschung

Eine stringente Entwicklung: GKD hat sich direkt in die Forschung zum Thema Reifenabrieb eingebracht. Schon in früh geförderten Verbundprojekten durch das BMBF wie OEMP (Optimierte Materialien und Verfahren zur Entfernung von Mikroplastik aus dem Wasserkreislauf) arbeitete GKD mit der TU Berlin (Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft) sowie Behörden und Forschungsstellen wie dem Umweltbundesamt und der Bundesanstalt für Materialforschung zusammen.

Ziel war es, Materialien, Messmethodik und wirksame Abscheidung entlang des urbanen Wasserpfads zu entwickeln. Parallel lieferte das Projekt RAU (Reifenabrieb in der Umwelt) wichtige Daten zu Eintragspfaden, Hotspots und realitätsnahen Prüfgütern.

Aus den Erkenntnissen folgte das Projekt URBANFILTER der TU Berlin, gefördert durch die Audi Stiftung für Umwelt, mit Fokus auf ein modulares Filterkonzept. GKD unterstützte das Projekt URBANFILTER mit Hochleistungs- Edelstahlgeweben und brachte konstruktive Ansätze ein, die von GKD bereits im RAU-Projekt definiert wurden, um den Betrieb im Straßenablauf robust zu halten.

Auf Basis eines URBANFILTER Prototypen brachte GKD das System unter dem Namen CAPTURION zur Marktreife. Wie alle Produkte wird dieser Filter nach höchsten Standards gefertigt. Dank unserer ISO-Zertifizierungen können sich unsere Kunden weltweit auf verbriefte Qualität verlassen.

Daniel Holstein GKD

„CAPTURION ist das Ergebnis jahrelanger Entwicklung bei GKD - getrieben von einem klaren Bedarf: Mit unserer Technologie machen wir Mikroplastikfiltration alltagstauglich und versetzen Kommunen wie den Gesetzgeber in die Lage, jetzt zu handeln.”

Dr. Daniel Holstein
Chief Technology & Operations Officer, GKD Group

„In unserer Stadt hinterlässt der Straßenverkehr überall Spuren - eher unsichtbar, aber auch durch Mikroplastik, das über Regenwasser in Bäche und Flüsse gelangt. Wenn wir hier technisch gegensteuern, leisten wir einen wirksamen Beitrag zum Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen.“

Frank Peter Ullrich
Bürgermeister der Stadt Düren

„Unsere Mitarbeitenden können die Straßenabläufe weiterhin wie gewohnt reinigen und kontrollieren - ohne neue Schulungen, Spezialwerkzeuge oder komplizierte Abläufe. Das erleichtert die Umrüstung enorm und sorgt dafür, dass der Umweltschutz ganz selbstverständlich in unsere bestehende Infrastruktur integriert wird.“

Dipl.-Ing. Benjamin Savelsberg
Betriebsleitung Dürener Service Betrieb

„Die gemeinsame Entwicklung mit GKD hat gezeigt, dass CAPTURION zuverlässig in bestehende Infrastrukturen integriert werden kann und gleichzeitig ein erhebliches Potenzial für den internationalen Einsatz bietet.“

Søren Dandanell Nielsen
Chief Executive Officer, BAIONYX

Sprechen Sie jetzt mit unseren Experten.

Weitere Informationen zu CAPTURION erhalten Sie unter folgendem Download.

Ihr Kontakt

GKD – Gebr. Kufferath AG
Metallweberstraße 46
52353 Düren
Germany

T +49 171 6448368
[email protected]

News zum Produkt und Thema

, ,

CAPTURION reduziert Reifenabrieb – Pilot bestätigt Wirksamkeit des Filterprinzips

 
, ,

GKD gewinnt IHK-Nachhaltigkeitspreis 2025 für innovatives Filtersystem CAPTURION

 
, , ,

Düren testet CAPTURION: Filtration gegen Mikroplastik aus Reifenabrieb

 

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Reifenabrieb entsteht durch den Verschleiß von Reifen im Straßenverkehr und ist eine der größten Quellen von Mikroplastik. Die feinen Partikel enthalten Polymere und Schadstoffe und stellen insbesondere auf Verkehrsflächen ein erhebliches Umweltproblem dar, da sie unkontrolliert in Boden und Gewässer gelangen können.

Mikroplastik im Wasser ist ein dauerhaftes Umweltproblem. Die Partikel sind stabil, kaum abbaubar und reichern sich über Jahre in der Umwelt an. Ein wesentlicher Eintrag erfolgt über abfließendes Niederschlagswasser von Verkehrsflächen, denn Reifenabrieb gilt als größte Einzelquelle für Mikroplastik. Doch auch weitere Feinpartikel und Feststoffe werden von der Straße in den Straßenablauf gespült und gelangen so häufig unbehandelt in unsere Gewässer.

Das durch Reifenabrieb entstehende Mikroplastik lagert sich auf Straßen ab und wird bei Regen mit dem abfließenden Niederschlagswasser in den Straßengully bzw. Straßenablauf gespült. Ohne geeignete Filterung gelangt das Mikroplastik im Regenwasser über die Straßenentwässerung in unsere Oberflächengewässer.

Herkömmliche Straßenabläufe oder Straßenablaufschächte sind primär für den Wasserabfluss und ggf. den Rückhalt von Grobstoffen ausgelegt. CAPTURION ist ein spezieller Straßenablauffilter, der gezielt Mikroplastik aus Regenwasser filtert und feine Partikel zurückhält.

Ja. CAPTURION ist für die Nachrüstung von Straßenabläufen konzipiert und kann in bestehende Straßenablaufschächte integriert werden. Eine aufwendige Umgestaltung der Straßenentwässerung ist in der Regel nicht erforderlich.

CAPTURION eignet sich für Verkehrsflächen mit hohem Reifenabriebaufkommen, wie stark befahrene Straßen, Kreuzungen, stark frequentierte Parkplätze, Industrieflächen und andere Bereiche der kommunalen Straßenentwässerung, in denen Mikroplastik zurückgehalten und der Gewässerschutz verbessert werden soll.

AFS steht für abfiltrierbare Stoffe (Schweb-, Schwimm- und Sinkstoffe). Es handelt sich dabei um alle im Wasser enthaltenen festen, ungelösten Partikel, die groß genug sind, um mechanisch über einen feinen Filter herausgefiltert zu werden.

Im Kontext der Straßen- und Regenwasserreinigung umfasst AFS typischerweise:

  • Straßenkehricht: Sand, Splitt und organisches Material.
  • Reifenabrieb: Winzige Gummipartikel, die durch die Reibung zwischen Reifen und Fahrbahn entstehen.
  • Mikroplastik: Kunststoffpartikel unter 5 mm Größe, die oft durch Abrieb oder zerfallenden Müll in das Regenwasser gelangen.

Dieser Wert ist ein Maß für die Reinigungseffizienz. Er bedeutet, dass unser Filtersystem in der Lage ist, 97 % der gesamten Masse an Schweb-, Schwimm- und Sinkstoffen (wie Reifenabrieb oder Mikroplastik) aus dem durchströmenden Regenwasser zu entfernen, bevor dieses in die Kanalisation oder die Oberflächengewässer gelangt. Ein hoher AFS-Rückhalt ist besonders bei der Feinfraktion entscheidend, da viele Schadstoffe wie Schwermetalle oder Öle an diesen Feststoffen haften.

Schwebstoffe wie Reifenabrieb sind eine der größten Quellen für Mikroplastik in unseren Gewässern. Ein hoher AFS-Wert im Wasser führt zu Trübungen, belastet aquatische Ökosysteme und kann giftige Verbindungen in die Natur tragen. Durch den Einsatz hocheffizienter Filter leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Gewässerschutz und zur Erhaltung der Wasserqualität.

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) verfolgt das Ziel, den ökologischen und chemischen Zustand von Oberflächengewässern zu schützen und zu verbessern. Maßnahmen zur Reduzierung von Schadstoffeinträgen aus dem Straßenverkehr – wie der Rückhalt von Mikroplastik aus Reifenabrieb – leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Straßenablauffilter können dabei helfen, Schadstoffe bereits im Regenwasser aus Verkehrsflächen zu reduzieren.

Die Leistungsfähigkeit des Mikroplastikfilters wurde international unter realen kommunalen Einsatzbedingungen nachgewiesen. Im Realbetrieb in Kopenhagen wurden 129 % mehr abfiltrierbare Stoffe (AFS) und 127 % mehr Reifenabrieb (SBR-Marker für 6–250 µm) zurückgehalten. Verglichen wurden gefilterte und ungefilterte Straßenabläufe unter gleichen Rahmenbedingungen. Die Auswertungen zeigt außerdem, dass das System auch in schmaleren und weniger tiefen Entwässerungsinfrastrukturen hervorragend funktioniert. Bis heute arbeiten alle Filter in Kopenhagen störungsfrei. [1] Laut TU Berlin, URBANFILTER Copenhagen – Final Report, 2025.

GKD hat CAPTURION erfolgreich analog dem Zulassungsverfahren des Deutschen Instituts für Bautechnik prüfen lassen, das allen Verantwortlichen in der kommunalen Entwässerung Genehmigungs- und Planungssicherheit gibt. Die Prüfung bestätigt die Eignung für die Belastungskategorien, I, II, und III laut DWA-A 102-2 und NRW Trennerlass. Die geprüfte Rückhaltequote zeigt eine wirksame Reduktion an der Quelle.

Mikroplastikpartikel können sich im Gewässer in Sedimenten ablagern und deren physikalische Eigenschaften verändern. Sie werden dort außerdem von wirbellosen Organismen, Fischen und anderen Wasserlebewesen aufgenommen. Die genauen Folgen sind noch nicht ausreichend erforscht, aber Studien begründen einen hinreichenden Verdacht auf gesundheitliche Auswirkungen auch auf den Menschen.

An allen Straßenabläufen mit Nassschlammfang nach DIN 4052 erreichen Kommunen und Betriebe durch den CAPTURION signifikant höhere Rückhaltequoten von 97% für AFS und 77% von AFS 63. Bezogen auf Reifenabrieb ist der Einsatz in Städten und sonstigen Hotspots wie Kreuzungen, Ampelanlagen und stark befahrene Straßen, wo die höchsten Mikroplastik-Emissionen entstehen, besonders spannend. Durch eine flächendeckende Nachrüstung mit dem CAPTURION kann die Belastung der Oberflächengewässer mit Mikroplastik und sonstigen Feststoffen signifikant reduziert werden.