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23. November 2020

Indoor-Aquakultur: Kunststofffreie Filtration

Wasserqualität ist das A und O jeder Fischzucht. Für die mechanische Aufbereitung in Trommelfiltern setzt eine Schweizer Lachszucht jetzt auf Porometric-Gewebe aus Edelstahl von GKD – GEBR. KUFFERATH AG (GKD Gruppe).

Marine Aquakulturen, also im Meer verankerte Netzgehege, sind weltweit verbreitet und vor allem in Norwegen oder Chile anzutreffen. Von hier kommt der billige Lachs, der sich in den Kühlregalen der Discounter stapelt. Umwelt-, Tierschutz- und Verbraucherorganisieren kritisieren diese Art der Zucht, da die drangvolle Enge und das mit Exkrementen und Futterresten belastete Wasser eine Brutstätte für Bakterien ist. Um diese zu verhindern, werden Antibiotika und Pestizide in großen Mengen eingesetzt. Eine umweltfreundliche Alternative sind Indoor-Kreislaufanlagen, in denen an jedem Standort Fisch gezüchtet werden kann, der frei von Medikamenten und Giftstoffen ist. Paradebeispiel für eine solche Indoor-Aquakultur ist die Swiss Alpine Fish AG mit Sitz in Lostallo, Schweiz. Mit modernster Technologie und höchsten Standards werden hier zwölf Generationen atlantischer Lachs parallel gezüchtet. Kernelement der Farm ist die Pilotanlage einer Kreislaufanlage, die 2.700 Kubikmeter Wasser fasst. Aufwendige Reinigungstechnik hält ihr Wasser stets sauber und frisch aufbereitet. So werden 99,5 Prozent des verwendeten Wassers stündlich in einem vielschichtigen Prozess mechanisch und biologisch gereinigt und dem Kreislauf wieder zugeführt. Das gewährleistet eine Lachszucht frei von Antibiotika und Chemikalien und damit entsprechend hochwertiges Fleisch.

Drei Trommelfilter, jeder mit einer Filterfläche von 21,6 Quadratmetern, übernehmen die mechanische Reinigung des Wassers, bevor es einen zweistufigen Biofilter durchläuft. Jeder dieser Trommelfilter enthält 45 Filterpaneele, die jeweils 1,20 x 0,40 Meter messen. Ihre schaufelartige Stützstruktur aus vielen miteinander verbundenen Gewebequadraten verstärkt die Filterwirkung. Als störanfällig erweist sich allerdings das werksseitig gelieferte Kunststoffgewebe, das den robusten Reinigungszyklen mit Hochdruckreiniger nur bedingt gewachsen ist. Löcher im Gewebe und Risse an den Kanten gefährden die Qualität der mechanischen Reinigung. Eine in vielfacher Hinsicht lohnende Alternative ist das Metallgewebe Porometric aus Edelstahl. Seine Porenöffnung von 25 µm erzielt mit fast 90 Prozent Porosität eine unerreicht hohe Durchflussleistung. Dadurch wird bei gleichem Pumpendruck der Durchsatz signifikant gesteigert. Zudem senkt die hohe Schmutzaufnahmekapazität des Hochleistungsgewebes die Anzahl der Reinigungszyklen. Da diese auch ein deutlich geringeres Rückspülvolumen benötigen, wird die Effizienz der Filtration nochmals gesteigert. Dazu trägt auch das in unabhängigen Vergleichstests des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) untersuchte Abreinigungsverhalten bei, das Porometric als Klassenbester für sich entschied.

Die Summe der Vorteile qualifiziert Porometric-Gewebe nicht nur für die Lachszucht in den Schweizer Alpen, sondern weltweit für Indoor-Aquakulturen. Für den Einsatz des Edelstahlgewebes spricht überdies ein weiteres entscheidendes Argument: die gestiegene Sensibilität der Menschen gegenüber Plastik und davon verursachten Mikroplastikfrachten in Gewässern. Im Gegensatz zu Kunststoffgeweben ist Edelstahlgewebe keiner Abrasion unterworfen, sodass auch keine Kunststoffpartikel in das Wasser – und damit letztlich auf den Teller der Fischgenießer – gelangen. Gerade bei hochwertigen Fischprodukten ist eine Zucht ohne Mikroplastikkontamination als echtes Verkaufsargument anzustreben. Erfahrungsgemäß ist der Verbraucher bereit, für seine Gesundheit und den Schutz der Umwelt einen etwas höheren Preis zu zahlen. Mikroplastikfreie Fischqualität durch eine kunststofffreie Filtration des Wassers, in dem die Tiere gezüchtet werden, ist deshalb nicht nur das Gebot der Stunde, sondern auch ein nachhaltiger Erfolgsweg.

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