Zufluss
10. März 2025Absturzsicherung
23. Juli 2025Zwei-Komponenten Faser
Zwei-Komponenten-Fasern (Bicomponent-Fasern) bestehen aus zwei unterschiedlichen Polymerkomponenten, die während des Spinnprozesses in einem einzelnen Filament kombiniert werden. Je nach räumlicher Anordnung unterscheidet man verschiedene Strukturen: Bei Kern-Mantel-Fasern umhüllt ein Polymerkern aus beispielsweise Polyester einen Mantel aus Polyethylen, der bei niedriger Temperatur schmelzbar ist und als Schmelzkleber dient. Side-by-Side-Fasern bestehen aus zwei Polymere, die nebeneinander extrudiert werden; Segment-Fasern sind in mehrere Segmente unterteilt. Durch diese Kombination können unterschiedliche Eigenschaften in einer Faser vereint werden, etwa Festigkeit, Elastizität, chemische Beständigkeit oder Schmelzverhalten.
Bicomponent-Fasern werden überwiegend in der Vliesstoffindustrie eingesetzt, um thermisch verfestigte Vliese herzustellen. Beim Thermobonding schmilzt der Mantelteil und verbindet die Fasern an den Kreuzungspunkten, während der Kern strukturelle Festigkeit verleiht. In der Filtration ermöglichen Zwei-Komponenten-Fasern die Herstellung von Medien mit definierten Porenstrukturen und verbesserten mechanischen Eigenschaften. Hydrophile und hydrophobe Polymerkomponenten können kombiniert werden, um Medien mit dualer Benetzbarkeit zu erzeugen.
Nach dem Spinnprozess können Zwei-Komponenten-Fasern verstreckt, gekräuselt oder segmentiert werden, um spezielle Oberflächentexturen zu erzielen. GKD nutzt die Möglichkeiten der Bicomponent-Technologie, um Vliesstoffe mit gezielten Funktionen wie verbesserter Filtereffizienz, reduzierter Faserfreisetzung und guter Verarbeitbarkeit zu entwickeln und diese mit gewebten Strukturen zu kombinieren.