Sieböffnung
10. März 2025Spiralband
10. März 2025Spannungsrisskorrosion
Spannungsrisskorrosion (Stress Corrosion Cracking, SCC) ist ein Schadensmechanismus, bei dem sich in metallischen Werkstoffen Risse bilden und wachsen, wenn gleichzeitig eine Zugspannung und ein korrosives Medium vorhanden sind. Chemie.de beschreibt diese Form der Korrosion als trans- oder interkristalline Rissbildung, die in Anwesenheit eines korrosiven Mediums bei statischer Zugspannung auftritt. Die Risse entstehen häufig an Oberflächenfehlern, Einschlüsse oder Korngrenzen und wachsen, bis es zu einem plötzlichen Bruch kommt.
SCC tritt nur auf, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: ein anfälliger Werkstoff, eine Zugspannung über einem kritischen Wert und ein bestimmtes Korrosionsmedium. Austenitische Edelstähle sind in chloridhaltigen Umgebungen ab Temperaturen von etwa 60 °C gefährdet. Andere Beispiele sind Messing in ammoniakhaltiger Atmosphäre oder Kohlenstoffstähle in alkalischen Lösungen. Die Rissbildung ist oft lokalisiert und bleibt lange unbemerkt, da die Oberfläche intakt erscheint.
Zur Vorbeugung der Spannungsrisskorrosion werden geeignete Werkstoffe gewählt (etwa Duplex- oder hochlegierte Stähle), Zugspannungen durch Wärmebehandlung reduziert und korrosive Medien vermieden oder neutralisiert. Cathodische Schutzmaßnahmen oder inhibitorische Zusätze können ebenfalls helfen. Für GKD ist das Verständnis der Spannungsrisskorrosion wichtig, um für anspruchsvolle Prozesse wie Meerwasseraufbereitung, chemische Produktion oder Energiegewinnung geeignete Legierungen für gewebte Filtermedien auszuwählen und so die Langlebigkeit und Sicherheit der Produkte zu gewährleisten.