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10. März 2025Plisseefalte
10. März 2025Pitting Resistance Equivalent Number (PREN)
Die Pitting Resistance Equivalent Number (PREN) ist ein empirischer Index, der verwendet wird, um die Beständigkeit von rostfreien Stählen und Nickelbasislegierungen gegen lokale Lochkorrosion in chloridhaltigen Medien abzuschätzen. Lochfraßkorrosion führt zu kleinen, aber tiefen Löchern in der Metalloberfläche, die zu strukturellen Schäden führen können. Die PREN basiert auf der chemischen Zusammensetzung des Werkstoffs: Chrom, Molybdän, Stickstoff und gegebenenfalls Wolfram werden mit spezifischen Faktoren gewichtet, um ihre positive Wirkung auf die Passivschicht zu berücksichtigen. Eine gängige Formel lautet PREN = %Cr + 3,3 × %Mo + 16 × %N; Varianten ergänzen einen Faktor von 30 × %W für Legierungen mit Wolfram. Weil Chrom und Molybdän die Stabilität der Passivschicht erhöhen und Stickstoff die Repassivierung erleichtert, führt ein höherer Gehalt dieser Elemente zu höheren PREN-Werten und somit zu einer besseren Lochfraßbeständigkeit. In der Praxis gelten Legierungen mit PREN-Werten über etwa 32 als geeignet für Brackwasser und solche über 40 für Meerwasseranwendungen
Der PREN-Wert ist ein Richtwert und ersetzt keine detaillierten Korrosionstests. Faktoren wie Mikrostruktur, Schweißnähte, Oberflächenzustand oder Betriebsbedingungen beeinflussen die tatsächliche Beständigkeit. Dennoch dient der PREN als Entscheidungshilfe bei der Werkstoffauswahl: Duplexstähle wie 1.4462 (2205) erreichen PREN-Werte um 35 und bieten bessere Lochfraßbeständigkeit als Standardstahl 1.4404 (316 L) mit einem PREN von etwa 25. Superduplex- und hochlegierte austenitische Stähle können Werte über 40 erzielen und eignen sich für aggressive Meerwasserfiltration. In der Filter- und Prozessbandtechnik nutzen Ingenieure den PREN, um geeignete Legierungen für gewebte Drahtgewebe auszuwählen, die in chloridhaltigen Lösungen oder Offshore-Anwendungen eingesetzt werden. GKD kombiniert solche Berechnungen mit Laborergebnissen und Betriebserfahrung, um ein ausgewogenes Verhältnis aus Korrosionsbeständigkeit, mechanischer Festigkeit und Wirtschaftlichkeit zu erzielen.