Nicht-Newtonische Flüssigkeit
10. März 2025Nominale Porengröße
10. März 2025Nominale Filterfeinheit
Die nominale Filterfeinheit ist eine Herstellerangabe, die angibt, bis zu welcher Partikelgröße ein Filtermedium Partikel mit einer bestimmten, meist prozentualen Effizienz zurückhält. Während der absolute Abscheidegrad eine nahezu vollständige Rückhaltung für einen definierten Partikeldurchmesser beschreibt, basiert die nominale Filterfeinheit auf einem statistischen Abscheidegrad, häufig im Bereich von 90 bis 98 %. Die Prüfbedingungen – Partikelform, -verteilung und Testmedium – sind dabei nicht einheitlich geregelt, sodass Angaben wie „5 µm nominal“ zwischen Herstellern variieren können.
Die nominale Kennzeichnung dient Anwendern als grobe Orientierung zur Einordnung des Filterverhaltens. Bei Tiefenfiltern mit porösen Strukturen bedeutet eine nominale Feinheit, dass auch Partikel kleiner als die angegebene Größe mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit abgeschieden werden, weil sie auf ihrem Weg durch das Medium an Fasern haften bleiben. Der Abscheidegrad steigt mit zunehmender Schichtdicke, weshalb Filterelemente mit hoher nominaler Feinheit oft dicker ausgelegt sind. Zur genaueren Bewertung werden Kennzahlen wie der Beta-Wert oder die Effizienzkurve des Filters herangezogen.
GKD gibt neben der nominalen Porengröße auch die effektive Porengröße und die Abscheideleistung an, um eine präzisere Auslegung zu ermöglichen. Anwender sollten daher neben der nominalen Feinheit die Testmethode, die Partikelcharakteristik und die Betriebsbedingungen beachten, um die geeignete Filterlösung auszuwählen.