Metallfassade
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24. Juli 2025Metallgewebe
Metallgewebe
Metallgewebe (auch Drahtgewebe genannt) ist ein Gewebe aus Metalldrähten mit regelmäßig angeordneten Öffnungen. Es entsteht durch rechtwinkliges Verweben von Längs- und Querdrähten (Kette und Schuss) auf Webmaschinen. Metallgewebe gibt es in verschiedensten Metallen – am häufigsten Edelstahl, aber auch Stahl, Kupferlegierungen, Aluminium oder Speziallegierungen. Sie bilden die Kernproduktpalette von GKD.
Wesentliche Merkmale:
- Regelmäßige Porenstruktur: Metallgewebe haben genau definierte Maschenweiten von einigen Mikrometern bis zu mehreren Zentimetern. Diese Präzision macht sie ideal für Filtration und Siebanwendungen, wo gezielt eine Korngröße getrennt werden soll.
- Mechanische Stabilität: Im Vergleich zu textilen Geweben sind Metalldrähte formstabiler und belastbarer. Metallgewebe können Zugkräfte, Druck und Temperatur aushalten, wo Kunstfasergewebe versagen würden.
- Temperatur- und Brandbeständigkeit: Metall schmilzt erst bei sehr hohen Temperaturen (Stahl ~1500°C). Metallgewebe sind nicht brennbar und können in Hochtemperaturprozessen (Öfen, Abgasfilter) eingesetzt werden.
- Korrosionsverhalten abhängig vom Werkstoff: Edelstahlgewebe sind korrosionsfest, einfache Stahlgewebe können rosten (für Innenanwendungen oder Einweg-Siebe teils verwendet). Messing- und Bronzegewebe sind in normalen Atmosphären gut beständig.
Hauptanwendungen:
- Industriefilter: z. B. Ölsiebe, Kraftstofffilter, Airbagfilter (Metallgewebe als Gasgeneratorfilter im Auto), Polymerfilter in Kunststoffextrusionsanlagen.
- Siebtechnik: z. B. Bergbau (Erz sieben), Lebensmittel (Mehl boltern), Pharma (Pulver klassieren) – überall da sitzen Metallgewebe in Siebmaschinen.
- Architektur & Design: Metallgewebe an Fassaden (siehe Architekturgewebe), für Innenraum-Elemente, als Sonnenschutz oder Balustradenfüllung.
- Transportbänder: Viele Prozessbänder (Ofenbänder, Trocknerbänder) sind Metallgeflechte/Gewebe, vor allem Spiralgeflechte, aber auch gewebte.
- Elektronik & Technik: EMI-Abschirmgewebe, Leiterplatten-Träger, elektropolierte Feindrahtgewebe für Drucksensoren usw.
In der Praxis werden Metallgewebe oft noch weiterverarbeitet: z. B. Sintergewebe (mehrlagig gesinterte Metallgewebe, um stabile Filterplatten zu machen) oder laminierte Gewebe auf anderen Materialien.
Metallgewebe sind das Steckenpferd von GKD: Als Weltmarktführer bietet das Unternehmen ein breites Spektrum, von sehr feinen (hunderte Maschen pro cm²) bis groben (Millimeter-Maschen) Geweben. Ob Quadratmasche, Rechteckmasche oder Spezialbindung – je nach Kunde und Anwendung wird das passende Metallgewebe ausgewählt oder entwickelt.
Warum Metallgewebe? Weil sie funktionale Eigenschaften (Trennschärfe, Tragfähigkeit) mit Langlebigkeit kombinieren. Wo ein Kunststofffiltertuch nach gewisser Zeit verschleißt, kann ein Metallgewebe zig Male regeneriert (gereinigt) werden und hält dennoch die Form. Dies rechtfertigt oft den höheren Anschaffungspreis im industriellen Dauerbetrieb.
Kurz gesagt: Metallgewebe sind universell einsetzbare technische Textilien aus Metall. Sie sind unverzichtbar in vielen Industriezweigen und haben gleichzeitig Einzug in die Architektur gehalten. Als Glossarbegriff bildet „Metallgewebe“ die Grundlage, auf die viele spezialisierte Begriffe (Filtergewebe, Architekturgewebe etc.) aufbauen.