Lyophil
10. März 2025Manometerdruck
10. März 2025Lyophob
Lyophob, abgeleitet vom griechischen „λύο“ (lösen) und „φόβος“ (Furcht), bezeichnet in der Kolloidchemie ein Dispersionssystem, in dem die dispergierten Teilchen eine geringere Affinität zum Dispersionsmedium haben als zueinander. Spektrum der Wissenschaft definiert lyophobe Partikel als solche, deren Anziehungskraft untereinander größer ist als ihre Anziehung zum Dispergiermedium. Solche Partikel neigen dazu, zu agglomerieren, wodurch die Dispersion instabil wird und sich schnell absetzt. Wenn das Lösungsmittel Wasser ist, wird Lyophobie als Hydrophobie bezeichnet; bei anderen Medien spricht man analog von lipophoben oder organophoben Systemen.
Lyophobe Dispersionen sind häufig in der Metallurgie (z. B. Rauchgase), in der Pigmentherstellung und bei Feinchemikalien anzutreffen. Um sie stabil zu halten, werden Dispergiermittel eingesetzt, die die Partikeloberflächen mit Ladungen oder sterischen Barrieren versehen. In der Filtration beeinflussen lyophobe Eigenschaften das Verhalten beim Kuchenaufbau und das Agglomerationsverhalten. Durch Flockungsmittel kann man lyophobe Partikel gezielt zur Bildung größerer Aggregate anregen, um die Abscheidung zu erleichtern. Umgekehrt kann eine stabile Dispersion erzielt werden, wenn Lyophobie unerwünscht ist. GKD passt seine Gewebeauswahl an, um auch bei lyophoben Suspensionssystemen eine effektive Filtration und eine stabile Kuchenbildung zu ermöglichen.