Konzentration
10. März 2025Kuchendicke
10. März 2025Korn
In der Partikel- und Filtertechnik bezeichnet der Begriff „Korn“ ein einzelnes Partikel eines körnigen Materials. Körner können aus Naturstoffen wie Sand oder aus synthetischen Materialien wie Kunststoffgranulat bestehen und variieren stark in Form und Größe. Die Morphologie reicht von kugelförmig über kantig bis hin zu plättchenförmig; diese Eigenschaften beeinflussen die Schüttdichte, Fließeigenschaften und Filtration. In Siebanalysen werden Körner nach ihrer Siebkorngröße klassiert. Statistische Größen wie D10, D50 und D90 beschreiben, welcher Anteil der Körner kleiner als ein bestimmter Durchmesser ist.
Die Größe und Form der Körner spielen eine wichtige Rolle bei der Filterauslegung: Grobe Körner werden an der Oberfläche eines Gewebes abgeschieden und bilden einen porösen Filterkuchen, während feine Körner in das Medium eindringen und zu einer Verblockung in der Tiefe führen können. Eine enge Korngrößenverteilung (monodispers) führt zu vorhersehbaren Filtrationseigenschaften, während polydisperse Verteilungen komplexere Verstopfungsmechanismen erzeugen. In Keramikfiltern bezeichnet „Korn“ die einzelnen keramischen Partikel, deren Packungsdichte und Bindung die Porenstruktur bestimmen.
Die Kenntnis der Korncharakteristik hilft bei der Auswahl geeigneter Filtermedien und dem Einsatz von Vorbehandlungsschritten wie Flockung oder Siebung. GKD berücksichtigt Kornform und -größe bei der Entwicklung von Geweben, um eine effiziente Partikelrückhaltung und einen stabilen Betrieb zu gewährleisten.