Filtergewebe
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23. Juli 2025Filterpresse
Eine Filterpresse ist ein diskontinuierliches (Batch-)Filtergerät zur Entwässerung von Schlämmen. Sie besteht aus einer Reihe von Platten, die mit Filtermedien bespannt sind und zwischen denen sich bei Pressung Filterkuchen sammeln. GKD liefert hier insbesondere die Filtertücher, also die Gewebe für diese Filterpressen.
Funktionsprinzip: Die Filterpresse besitzt einen Stapel von Filterplatten, die mit Filtergewebe oder -tüchern bespannt sind. Beim Schließen der Presse pressen sich die Platten aneinander, sodass zwischen jeweils zwei Platten Hohlräume (Filterkammern) entstehen, begrenzt durch die Filtertücher. In diese Kammern wird der zu filtrierende Schlamm gepumpt. Die Flüssigkeit tritt durch die Gewebe in Rinnen ab (Filtrat), die Feststoffe bleiben zwischen den Tüchern in den Kammern hängen und bilden die Filterkuchen. Ist die Kammer voll (Druckanstieg), stoppt die Zuführung. Die Presse wird geöffnet, die Platten getrennt, und die festen Kuchen fallen heraus oder werden abgestreift.
Die Filtertücher (Filtergewebe) müssen sehr robust sein: Sie werden bei jedem Zyklus mit hohem Druck beaufschlagt (5–30 bar üblich) und müssen die Last des Kuchen tragen. Zugleich sollen sie so fein sein, dass möglichst wenig Feststoff ins Filtrat gelangt (Trübheit gering). Typischerweise bestehen sie aus Polypropylen-, Polyester- oder Polyamid-Gewebe, gelegentlich auch aus PTFE für aggressive Medien. Die Webart kann Leinwand sein, oft aber auch Atlasbindung, weil die glatte Seite das Ablösen des Kuchens erleichter】.
Um Filtrationsleistung und Kuchenlöslichkeit zu verbessern, wird der Schlamm oft vobehandelt (Flockung, Konditionierung). Auch Kuchenwäsche ist möglich: Nach Füllung kann Waschflüssigkeit durch den Kuchen gepumpt werden, um z.B. Restchemikalien auszuspülen – dabei ist wiederum wichtig, dass das Filtergewebe gleichmäßig durchströmt wird.
Moderne Filterpressen verwenden neben klassischen Platten auch Membranplatten, bei denen nach Füllung flexible Membranen den Kuchen zusätzlich ausdrücken. Die Anforderungen an das Filtergewebe bleiben ähnlich, aber es muss elastisch genug sein, um die Membranbewegung mitzumachen.
Wichtig: Die Filtertücher müssen regelmäßig gereinigt oder gewechselt werden, da sich die Poren mit feinen Partikeln zusetzen (Blinding). In-situ Reinigung geschieht durch Hochdruckspülen oder chemische Reinigung (z.B. Säurespülen). Daher sollten die Gewebe reinigungsbeständig sein.
Für GKD besteht die Aufgabe vor allem darin, Gewebe zu liefern, die lange Standzeiten, hohe Durchlässigkeit und gute Abreinigung verbinden. Spezielle Oberflächenfinishs (kalandernd, beschichtet) können helfen, den Kuchen leichter abfallen zu lassen oder die Filterfeinheit zu erhöhen.
Zusammengefasst: Die Filterpresse ist ein klassisches Filtrationsgerät für hohe Entwässerungsgrade. Die Filtergewebe darin sind ein Schlüsselkomponent – sie entscheiden über Durchsatz und Trenngüte. Dank kontinuierlicher Gewebe-Optimierungen (Material, Webart, Nahttechnik zur Befestigung an den Platten) konnten Leistungsfähigkeit und Effizienz von Filterpressen über die Jahre immer weiter gesteigert werden.