Filterband
23. Juli 2025Filterpresse
23. Juli 2025Filtergewebe
Filtergewebe sind Gewebe (aus Metalldraht oder Kunststofffaser), die speziell zur Filtration eingesetzt werden. Sie besitzen definierte Poren (Maschen), die als Sieb für Partikel dienen. Im Gegensatz zu allgemeinen Drahtgeweben liegt der Fokus bei Filtergeweben auf der Abscheidefeinheit und der Trennschärfe. Man spricht häufig von der Filterfeinheit (z.B. „50 µm-Filtergewebe“), die angibt, welche Partikelgrößen typischerweise zurückgehalten werden.
Filtergewebe können Monofilament-Gewebe (einadrige glatte Drähte/Fäden, ergeben klare, regelmäßige Öffnungen) oder Multifilament-Gewebe (geflochtene Fäden, ergibt oft etwas unklare, kleinere Poren) sein. Drahtgewebe sind in der Regel Monofilamentgewebe und daher sehr präzise.
Besonders feine Filtergewebe werden oft als Tressengewebe hergestellt. Hier liegen z.B. Schussdrähte so dicht nebeneinander, dass eine Nullmasche entsteht. Diese Gewebe haben keine erkennbaren quadratischen Öffnungen mehr, sondern wirken wie ein poröser Block mit winzigen Kanälen. Ihre Filterfeinheit kann wenige Mikrometer betragen. Allerdings ist der Durchfluss durch solche Gewebe geringer, und sie setzen sich schneller zu, weshalb sie meist in mehrlagigen Filtern (Sinterlaminate, siehe Sintergewebe) oder mit häufigen Reinigungsschritten verwendet werden.
In Zahlen: Grobe Filtergewebe haben Maschenweiten >500 µm (z.B. für Kies, grobe Partikel). Mittlere liegen bei 100–500 µm (Sand, Schlämme). Feine Filtergewebe liegen bei 10–100 µm (Feinstfiltration von Pulvern, z.B. Gewürzen, oder Schutzfilter vor Pumpen). Extrem feine (<10 µm) werden in Form von Tressen oder Filtervliesen realisiert.
Ein Filtergewebe alleine ist meist flach und muss zur Anwendung in eine Filterelement eingebaut werden. Das kann z.B. ein Filtereinsatz in einer Rohrleitung sein: ein zylinderförmig gebogenes Drahtgewebe, evtl. von außen gestützt, das als Sieb fungiert. Oder in einer Bandfilteranlage als umlaufendes Band (siehe Filterband). Auch Filterbeutel können aus Gewebe bestehen – meist aber aus Textilvlies, da Gewebe definierter aber auch durchlässiger sind.
Neben der Partikelabscheidung spielt auch die Beladbarkeit (wie viel Feststoff kann sich ansammeln) und die Reinigbarkeit eine Rolle. Edelstahl-Filtergewebe können z.B. per Rückspülung gereinigt werden: man schickt Flüssigkeit in Gegenrichtung durch, sodass der Kuchen abgelöst wird. Kunststoffgewebe in Bandpressen werden mit Wasser abgeduscht.
Wichtig ist auch die chemische Verträglichkeit: Filtergewebe aus Metall können von starken Säuren angegriffen werden (dann nimmt man z.B. PTFE-Gewebe); Kunststoffgewebe vertragen evtl. keine Lösungsmittel oder hohe Temperaturen (dann nimmt man Metallgewebe). Die Auswahl richtet sich nach dem Medium und den Partikeln.
Kurz: Filtergewebe sind spezialisierte Siebgewebe für die Flüssig- oder Gasfiltration mit definierter Porengröße. Sie sind ein Herzstück vieler Filteranlagen. GKD liefert solche Gewebe entweder als Meterware oder direkt konfektioniert in Filterelemente – z.B. mehrlagig gesintert, um höhere Stabilität und Tiefenwirkung zu erzielen.
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